Dienstag, 8. Januar 2013

Friesland Poker in Varel: Die Kreuz-Dame bricht mir das Genick

Moin, tosamm!

Mein Auftritt beim 1. Pokerturnier von Friesland Poker  für 2013 war recht kurz. Spaß hat es mir - hier unten  rechts - trotzdem gemacht.
Mein Auftritt beim 1. Pokerturnier von Friesland Poker
für 2013 war recht kurz. Spaß hat es mir - hier unten
rechts - trotzdem gemacht.
It's Poker time: Angenommen, Ihr haltet Q, 2 und sitzt im Big Blind. Vor Euch: Zwei Calls, sonst keine Action. Ihr checkt. Auf dem Board dann: zwei Zweien und eine weitere Karte. Einzige Einschränkung: Zwei der Spielkarten vor Euch liegen in Kreuz auf dem Pokertisch! Jetzt setzt einer der beiden Gegner - bislang recht aktiv - knapp zwei Drittel des Pots. Lasst Ihr los? Nein. Nur der andere Spieler im Bunde foldet.

Nice catch

Auf dem Turn dann das dritte Kreuz und euer Full House - denn es ist eine Dame! Ihr raist, wenn auch nur in geringer Höhe. Euer Gegner geht all in. Flugs folgt der Call eurerseits, das Verhalten des Kontrahenten bekommt ein Gesicht: Er hat mit der besagten Dame den Nutflush bekommen, gleichzeitig sein Todesurteil. Ihr könnt einen satten Pott einstreichen.

Unglückliches Ausscheiden, gelungene Premiere

Doof, dass ich in dieser Geschichte den Nutflush hatte. Direkt vor der ersten Pause sollte mich diese Hand am vergangenen Sonnabend im Vareler Restaurant "Tivoli" unvermittelt alle Chips kosten. In meinen Augen musste in dieser Konstellation mein kompletter Stack in die Mitte wandern. Dass ausgerechnet eine Kreuzdame mir den Flush und damit den Turniertod bringt, war unwahrscheinlich. Dass mein Gegner gleich einen Drilling auf dem Board trifft, ebenfalls. Hätte mir ein Preflop-Raise das Turnier-Leben gerettet? Vielleicht. Hätte auf dem Turn allerdings ein anderes Kreuz als die Dame gelegen, hätte ich verdoppeln können.

Trotzdem werde ich in Zukunft noch mehr darauf Acht geben, wie ich mein Setzverhalten preflop gestalte und wie das folgende Board aussieht. Was ich nämlich in der Erinnerung bereits verdrängt hatte: Dass auf dem Board bereits zwei gleiche Karten lagen. Umso höher wird die Wahrscheinlichkeit für ein Full House.

Es gab auch schöne Momente

Ladypower: Nadine Schößler gewann das Event. Links: Friesland-Poker-Mitorganisator. Fotos: Friesland Poker
Ladypower: Nadine Schößler gewann das Event. Links:
Friesland-Poker-Mitorganisator. 
Fotos: Friesland Poker 
Mund abwischen, weitermachen: Der Rest meines Spiels funktionierte relativ gut, sodass ich selbst ohne den oben genannten Stack mit einem stabilen Chipstapel hätte weitermachen können. Besonders interessant: Wieviele Tells ich an diesem Abend bemerkt habe. Die offensichtlichsten lieferte ein recht neuer Spieler, der an diesem Abend sein erstes Turnier absolvierte und sichtlich aufgeregt war.

Blöde Fragen gibt es nicht

Sympathisch machte ihn, dass er nicht damit hinter dem Berg hielt, neu zu sein und gleich zu Beginn darauf hinwies, möglicherweise öfter Fragen zu stellen. Sehr gut! Eine gute Selbsteinschätzung und der Mut, um Tipps zu bitten, sind auch beim Poker wichtig, um dazulernen zu können. Vor allem Jens, der den Dealer-Job an unserem Tisch übernahm, wies unseren neuen Mitspieler in der Folge freundlich und zuvorkommend auf kommende Aktionen hin. So lebt man Friesland Poker!

Von Fans für Fans

Insgesamt nahmen am Eröffnungsturnier für die neue Turnierserie im Vareler Tivoli-Gasthof fast 100 Spieler teil. Wow! Ich weiß aber, woran's liegt: An der lockeren Stimmung vor Ort und der Atmosphäre, die dir als Pokerliebhaber sagt: Hier haben Fans des Spiels ein Turnier organisiert. Ich freue mich bereits auf die nächste Auflage. Mehr Fotos und Informationen zu Friesland Poker findet Ihr auf der Homepage der Poker-Enthusiasten.

Beste Gröten,
Nico



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