Sonntag, 27. November 2011

Weniger Angst vor dem Blasensprung

Moin tosamm,

was haben Schwangerschaften und Pokerturniere gemeinsam? Wenn die Blase platzt, besteht meist kurz darauf Grund zur Freude. Der Weg dorthin ist aber in beiden Fällen mitunter verdammt mühselig. Was das Pokerspiel betrifft: Gerade als Shortstack hofft so mancher, doch noch irgendwie ins Geld zu kommen und damit wenigstens ein wenig Cash nach Hause zu bringen. Oder glücklich zu verdoppeln. Denn langes Warten zahlt sich zu diesem Zeitpunkt im Regelfall nicht aus.

Dienstagabend will ich auf PartyPoker ein Einladungsturnier von BubbleProtection.com (BP) spielen. Diese Firma hat jetzt ein Programm gestartet, das die Angst vor der Bubble zumindestens abmildern könnte. Ihr Modell: Wir bieten den bei uns versicherten Spielern an, gegen eine Gebühr den kompletten Verlust ihres Buy-Ins zu verhindern. Denn: BP reduziert das Feld der Spieler, die gar nichts bekommen, um 10 Prozent. Nehmen an einem Event zum Beispiel 100 Spieler teil und 20 kommen ins Geld, ergänzt BP diese Struktur um weitere Teilnehmer. Diese bekommen in jedem Fall dann den Turnier-Eintritt und die Gebühr an den Poker-Anbieter überwiesen, wenn sie innerhalb des neugeschaffenen Eintrittsgeld-zurück-Bereichs aus dem Turnier fliegen. Wer ins Geld kommt, muss sich freilich nur von seinem Versicherungsbeitrag verabschieden.

Derzeit zählen zu den unterstützten Anbietern Pokerräume wie PokerStars, PartyPoker und die Angebote des sogenannten iPoker-Netzwerks. US-Spieler ist es aufgrund der aktuellen Rechtslage nicht möglich, teilzunehmen.

Was könnte BubbleProtection bewirken? Professionelle und erfahrene Spieler werden dieses Tool meiner Meinung nach als Werkzeug sehen, gegen eine relativ geringe Gebühr die Auswirkungen des Zufalls ein wenig zu reduzieren. Sie haben jetzt eine Option, ein weiteres Sicherungsseil anzubringen, das ihnen mit Glück dabei hilft, ihre Ausgaben für Turniere zu reduzieren.

Ich sehe aber auch einen Minuspunkt: Wer zum Beispiel als Anfänger noch keine ausreichende Erfahrung mit dem Spiel an der Bubble besitzt, vergibt mit BubbleProtection die Chance, zu lernen. Was ich damit meine? Wenn ich darüber glücklich bin, etwas weniger als meinen Eintritt auf jeden Fall im Kasten zu haben, verändere ich nicht unbedingt auch mein Spiel. Ich werde weiterhin einer derjenigen sein, die shortstacked in die Nähe der Bubble kommen. Die Versicherung wird mein Verhalten nicht ändern. Sie lindert nur die Folgen von nicht angepasstem Turnierspiel ab.

Ich bin gespannt, ob das Team von Bubbleprotection.com ihr Angebot möglicherweise auch auf Live-Turniere ausweitet. Die Software an sich macht einen supersimplen Eindruck: Zu Beginn registriert Ihr Euch und gebt an, unter welchem Nickname Ihr bei welchem Anbieter spielt. Dann wählt Ihr aus, für welches Turnier Ihr BP nutzen wollt. Ein paar Clicks später (Bezahlung der Gebühr eingeschlossen), seid Ihr "geschützt".

Weitere Details erfahrt Ihr auf Bubbleprotection.com. Auf Euren Eindruck und Eure Meinung bin ich gespannt. Postet Eure Kommentare gerne direkt unter meinen Blog - eine Registrierung ist nicht notwendig.

Gröten und bedankt,
Nico




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