Montag, 31. Oktober 2011

Oh my god, I've killed the First Lady of Pkr!

Sonntagabend, Main Event des Pkr-Oktoberfest. Wann es genau geschah, weiß ich leider nicht mehr. Aber: Irgendwann saß sie an meinem Tisch. Seltsamerweise war ihr Name in blauen Lettern geschrieben, was mich verwunderte. Hatte diese Spielerin einen besonderen Status? Egal, dafür war möglicherweise später noch Zeit.

Könige wanderten in meine Hand, anders als zuvor an diesem Tisch raiste ich diesmal aus früher Position nicht, sondern spielte meine Kings slow. Ein einfacher Call. Kein Ass auf dem Flop und plötzlich gab "welllbet" Gas. Sie schob ihren gesamten Chipstapel in die Mitte, was ungefähr meinem entsprach. Bis zu mir foldeten alle bis zu diesem Zeitpunkt noch beteiligten Spieler. Keine direkten Straight-Bausteine, keine Flushdraw-Möglichkeiten - was hatte sie? Eventuell ein Set getroffen? Nein. Ich callte, sie zeigte A,9. Sie hatte die 9 getroffen - mehr aber bislang auch nicht. Die Hand hielt und ihre Chips wanderten zu mir. welllbet hat in der Tat einen besonderen Status, sie ist Teil des Pkr-Pro-Teams. Hier findet Ihr weitere Informationen zu ihr.

Wie lief es sonst für mich? Ich bin letztlich auf Platz 75 ausgeschieden, über 800 Spieler hatten teilgenommen. Ein kleiner Cash war mir dadurch vergönnt. Was mir in diesem Turnier die meisten Kopfschmerzen bereitete, war die Zeit, die es gebraucht hat, bis die Bubble letztlich platzte. Ich war shortstacked und wollte nicht wieder kurz vor dem Geld ausscheiden. An dieser Phase und wie ich mit ihr kopftechnisch am besten klarkomme muss ich arbeiten. Außerdem muss ich noch die Handauswahl verfeinern, wenn es mit niedrigem Chipstapel zum All-in kommt. Beziehungsweise: Was ich neben meiner Hand zusätzlich beachten sollte.

Fazit insgesamt: Ein sehr unterhaltsames Event. Nach einer kartentoten Strecke bekam ich schließlich gute Hände, um dann irgendwann sogar zum ersten Mal in meiner Online-Pokerkarriere einen Pokerpro ausschalten zu können. Dieses Erlebnis entschädigt ein wenig dafür, dass ich letztlich keinen beachtlichen Cash hinlegen konnte. Danke, Pkr! Hier kann ich für relativ kleines Turniergeld in den Genuss von besonderen Events kommen und muss nicht gleich 210 Dollar bezahlen. Und: Ich trete nicht gegen Tausende von Spielern an. Spiele ich abends ein Event, sitze ich nicht bis morgens um 8 Uhr vor dem Laptop. Sicher, die Gewinnmöglichkeiten sind geringer. Aber ich finde Events, in denen ich mich wohlfühle. Und über die mir Schritt für Schritt mehr Turniererfahrung aneignen kann.

Grüße, Nico




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